Benefizkonzert

BenefizEin Benefizkonzert zugunsten der Friedberger Tafel veranstaltete die Marvin Dorfler Big Band am Freitagabend im Central-Studio in der Wolfengasse. Die Idee dazu hatte Bandleader Hans Eckhardt bei einem Auftritt der von ihm geleiteten Schulband des Burggymnasiums auf dem Sommerfestes der Tafel im August.

Die Marvin Dorfler Big Band präsentierte an diesem Abend wieder einmal ein neues Programm, in dessen Mittelpunkt nicht nur die Big-Band-Musik sondern erstmals auch der Gesang stand. Erstmals traten Toni Leo und Erik Borner zusammen mit der heimischen Band auf und präsentierten die großen Hits von Frank Sinatra, Dean Martin und Sammy Davis jr., die als „The Rat-Pack“ bekannt wurden, sowie weitere musikalische Schmankerl.

Schon der Auftakt mit dem 50er-Jahre-Klassiker „Buona Sera, Seniorita“ war so recht nach dem Geschmack der Besucher im nahezu voll besetzten Central-Studio. Singend kam Toni Leo die Treppe herunter und begeisterte von Beginn an die Besucher als exzellenter Sänger und Entertainer.

Der Vollprofi, der inzwischen in Wehrheim lebt und in verschiedenen Formationen sowie als Schauspieler und Entertainer tätig ist, suchte eine Big Band und stieß im Internet auf die heimische Formation, was sich als Glücksfall entpuppte. Nach dem tollen Auftakt begrüßte Peter Radl, der 2. Vorsitzende der Friedberger Tafel die Besucher und freute sich über die hervorragende Resonanz. „Es sind doch gerade solche Initiativen, die uns in unserer täglichen Arbeit für die Bedürftigen der Stadt bestärken“ erklärte Radl, der feststellte, dass eine alleinerziehende Mutter für die Versorgung ihrer Kinder täglich sieben Euro zur Verfügung habe „und das ist genau so viel, wie sie heute Entritt bezahlt haben“, stellte Radl fest und wand sich vehement gegen Gerüchte und Gerde in der Stadt, in denen die Tafelkunden als „Schmarotzer und Trittbrettfahrer“ bezeichnet werden.

„Wir helfen den wirklich Bedürftigen in unsere Stadt und wer von Schmarotzertum spricht, ist herzlich eingeladen, die Tafelarbeit vor Ort in der Kleinen Klostergasse anzusehen“, so Radl, der abschließend den Veranstaltern und Sponsoren für die Durchführung des Konzerts dankte. Es folgte ein zweistündiges musikalisches Feuerwerk, dass die Besucher immer wieder mit Begeisterungsstürmen quittierten.

Nicht nur Toni Leo, auch dessen langjähriger Freund Erik Borner zeigten eine fulminante Show, unterstützt von einer bestens aufgelegten Band, die unter der Leitung von Hans Eckhardt ein ums andere Mal brillierte und dies obwohl der Gesang erstmals im Mittelpunkt stand.

Erik_BornerDen klassischen Swing mögen die 19 Musiker eigentlich gar nicht so besonders, doch mit welchem Druck sie da Klassiker wie „Georgia“ „It’s allright“ oder „Strangers in the night“ spielten, war einfach Klasse. Da jagte ein Höhepunkt den nächsten und dazu gehörten im Besonderen die Duette der beiden Sänger, denen man den Spaß an der Show vom Gesicht ablesen konnte.
Da wurde der Text kurzerhand auf den Abend umgeschrieben und natürlich durften die Hits von Roger Cicero, wie „Zieh die Schuh aus“ und natürlich „Fraun regiern die Welt“ nicht fehlen. Hervorragend auch das Duett von Toni Leo mit Saxofonistin Suela Ullmann, die „It’s cold outside“ sangen sowie Borners Interpretation von „The Lady is a tramp“. Toll auch die Versionen von „Mack the Knife“, einstmals als Mackie Messer von Kurt Weil und Bertold Brecht für die Dreigroschenoper geschrieben, und vom Otis-Redding-Klassiker „Sittin’ on the dock of the bay“

Mit “Diggin’ on James Brown” begann ein furioses Finale, das natürlich mit dem von Frank Sinatra so ungeliebten “My way” endete. Sofort setzten Ovationen ein, die zu den Zugaben „You can leave your hat on“ und „New York, New York“, dem Sinatra-Klassiker schlechthin führten.

Nach diesem furiosen Finale gab es zum Teil stehende Ovationen und die Besucher freuten sich über die Ankündigung von Hans Eckhardt, dass die Band ab nächstes Jahr an jedem dritten Montag im Monat im Central-Studio spielen wird.
In der Pause verkaufte Loni Schuchardt viele Bildkalender „Friedberg –andere Blickwinkel“, den die Fotografin zusammen mit Andreas Kugland von der Wetterauer Druckerei zugunsten der Friedberger Tafel aufgelegt hat. Immer wieder erläuterte sie dabei, dass der Preis von 10 Euro ohne Abzug an die Friedberger Tafel geht, da Kugland die gesamten Druckkosten samt der Verschweißung der Kalender übernommen hat.

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