Gomera 2001

gomera3Am 7. April 2001 war es soweit: Die MDJC machte sich auf den beschwerlichen Weg vor die Küste des fernen Afrika, nach Gomera. Die Hälfte der Band wollte nur eine Woche bleiben, der Rest 10 bzw. 14 Tage.
Viele werden sich fragen: ‚Gomera, wo ist das?‘ Dies war auch meine erste Reaktion. Also: Gomera gehört zu den kanarischen Inseln, es liegt etwas östlich von Teneriffa. Es blieb vom Massentourismus bislang verschont, was nicht zuletzt an den fehlenden Sandstränden liegt. Dies mag seine Vorzüge haben, doch die Anreise verkompliziert sich, da Gomera keinen eigenen internationalen Flughafen hat. Das bedeutete für uns: Flug nach Teneriffa (5 h), Bus zum Hafen (30 min), Fähre nach Gomera (1 h) und als Schmankerl zuletzt: Die ultimative Magen-Belastungsprobe in Form einer 2-stündigen Busfahrt 1500 m hinauf und 1500 m wieder hinunter, bis wir schließlich das malerische Valle Gran Rey reichten – erschöpft und bereit, sofort in das auf uns wartende Bett zu fallen.
Doch weit gefehlt: Bei der Ankunft in der von uns gebuchten Appartementanlage teilte man uns mit, das diese überbucht sei und wir anderweitig untergebracht würden. Was nun folgte, war eine Odyssee durch die verschiedenen Gästehäuser Gomeras, da die uns von dem windigen Hotelbesitzer zugewiesenen Unterkünfte natürlich unzumutbar waren. Wie dem auch sei, am Ende des ersten Abends quartierten wir uns auf eigene Faust im Hotel Gran Rey ein.

91a302912cDer nächste Tag begann mit einem Treffen der Reiseleitung von Neckermann, die versuchte, uns auf andere Appartementanlagen zu verteilen, da das Hotel Gran Rey über Ostern ausgebucht war. Dies gelang jedoch nur teilweise, so daß einige von uns die letzten Tage auf Matratzen in den Zimmern der anderen verbringen mußten. Nachdem nach langem hin und her also die Unterkunftsfrage mehr oder minder zufriedenstellend geklärt war, konnte der eigentliche Urlaub beginnen.
Da man an den ‚Stränden‘ Gomeras, die – zumindest im Valle Gran Rey – weitgehend nur aus fußballgroßen Steinen bestehen, etwas unbequem liegt, fanden sich die Sonnenhungrigen zumeist an einem Pool in einer der Appartementanlagen ein. Diejenigen, die sich eher körperlich betätigen wollten, liehen sich ein Fahrrad aus, und machten sich auf den Weg in die Berge. Dort fühlt man sich auf Gomera auch wohler als am Meer, da die Berglandschaft mit ihrer Fauna doch reizvoller ist als die Küste.
Eine andere Möglichkeit der Freizeitgestaltung war eine Bootsfahrt rund um Gomera. Dort gibt es nämlich auch Delphine.

47dbfca32eDer ereignisreichste Tag für die Band war jedoch der Donnerstag: Der Auftritt der MDJC in der ‚Discoteca Hubalupo‘. Schon mittags mußten die Vorbereitungen getroffen und die Anlage in die Diskothek gebracht werden. Der Soundcheck fand am frühen Abend statt. Gegen Abend füllte sich die Diskothek dann allmählich, so daß wir – für spanische Verhältnisse pünktlich (das Konzert sollte um 23.00 Uhr beginnen) – gegen 23:30 Uhr den ersten Song spielten. Es stellte sich heraus, daß zwar nicht ganz so viele Besucher gekommen waren, wie erwartet; die, die da waren, schienen jedoch begeistert.
Am nächsten Tag hieß es für viele dann schon wieder ‚Packen‘. Am Samstag früh wartete auf sie die gleiche (Tor-)tour wie am ersten Tag, nur in umgekehrter Reihenfolge. Am Flughafen in Teneriffa wurden noch schnell letzte Souvenirs für die Lieben daheim gekauft und schon waren wir teilweise wieder bei 5 Grad Celsius in Frankfurt, während der Rest der Band noch länger auf Gomera blieb.
Fazit: Gomera ist kein Reiseziel für jedermann; Sonnenhungrige, Strandliebhaber und Nachtschwärmer finden sicher ansprechendere Reiseziele. Doch wer einen ruhigen Sommerurlaub weitab vom Massentourismus sucht, und noch gerne wandert, ist hier genau richtig.

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